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Von der Feistritzer Alm (1.718m) auf den Oisternig (2.052m)

Diese leichte und kurze Familien-Wanderung in den Karnischen Alpen bietet sich gerade für die kürzer werdenden Tage im Herbst an: Man kann bis zur Feistritzer Alm mit dem Auto auffahren, Auf- und Abstieg können auf verschiedenen Routen gegangen werden, den Gipfel erreicht man in nur einer Stunde und der Ausblick in alle Himmelsrichtungen ist wirklich lohnend. Die Schutzhütte Oisternig ist von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet. Der auf dem Rückweg liegende Gasthof 'Alte Post' in Feistritz/Gail hat hingegen das ganze Jahr über geöffnet.

Von Villach aus erreicht man Feistritz an der Gail in nur 20 Minuten, biegt dort von der Bundesstraße ab und folgt ab der Ortsmitte der Ausschilderung zur Feistritzer Alm. Achten Sie auf die braune Holztafel, die nach recht zum Berg führt. 9 km lang schlängelt sich die einspurige Teer- und Schotterstraße steil ansteigend durch den dichten Wald. Schließlich öffnet sich der Berg zu einer sanften, grünen Hochebene, dem Feistritzer Sattel, auf der sich das Almdorf der Feistritzer Bauern befindet.

Der Wanderweg 482 ist die nord-östliche Route zum Oisternig. Er quert zunächst ein kleines Schotterfeld, bevor er über einen schönen Steig durch ein Latschenwäldchen steil auf den Gipfel führt. Der Wanderweg 481 hingegen zieht vom Süden aus in weit geschwungenem Bogen zum Gipfel. Vom Gipfelkreuz aus öffnet sich der Blick an der schroff abfallenden Kante ins Gailtal und zu den Gailtaler Alpen mit dem Dobratsch. Im Osten liegen die Karawanken, auch die zerklüfteten Gipfel der Julischen Alpen, während man im Süden die hier eher sanfteren Ausläufer der Karnischen Alpen bewundern kann.

Wie alle Kärntner Gipfel der Karnischen Alpen, so liegt auch der Oisternig an der Italienisch-Österreichischen Grenze und wie überall längs dieser Grenze haben sich auch hier die Kriegswunden tief in den Berg eingeprägt. Im Falle des Oisternig stößt man unterhalb des Gipfels auf eine weitläufige Bunkeranlage aus dem 1. Weltkrieg. Der obere Teil des 481 führt längs eines Versorgungswegs aus derselben Zeit.

Von der Feistritzer Alm aus kann man alternativ zum nur eine halbe Stunde entfernt liegenden Kirchlein Maria Schnee (1.750m) spazieren. In den Sommermonaten sind auch folgende nahe gelegenen Almen bewirtschaftet: Achomitzer Alm (45 Minuten), Dolina Alm (1 h), Rifugio Fratelli Nordio/IT (1,5 h) oder Werbuz Alm (1 h).

Praktisches:

Feistritzer Alm/Schutzhütte Oisternig
Bewirtschaftet bis Ende September

Kontakt:
Sabine Schaber, Tel. 0699 - 172 425 20

Hotel/Gasthaus Alte Post
Feistritz an der Gail 19
9613 Feistritz/Gail
Tel: 04256 - 29050