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Die Laghi di Fusine und Wanderung zum Rifugio Zacchi (IT)

Zwei kristallgrüne, vom Massiv des Mangart hinterfangene Bergseen und eine leichte Wanderung, die am oberen der beiden Seen ihren Ausgangspunkt hat und zur 450 m höher gelegenen Schutzhütte Zacchi führt, erwarten Sie bei diesem Ausflugstipp.

Die Anreise ist denkbar unkompliziert und kurz: Von Villach aus fährt man auf der Autobahn bis nach Tarvis, biegt nach links ab in Richtung "laghi" und folgt dann auf der SS 54 der Beschilderung zu den Laghi di Fusine. In dem Dorf Fusine in Valromana biegt man nach rechts ab in den Wald und erreicht über eine kurvige Straße bald schon den unteren der beiden Seen. Von Villach aus kommend, dauert die Anfahrt weniger als eine halbe Stunde.

Ihre Beliebtheit bei Italienern, Slowenen, wie auch Österreichern verdanken die Laghi di Fusine nicht nur dem malerischen Anblick der Seen und ihrer Lage im Talkessel des Mangart - mit 2.677 m einem der höchsten Gipfel der Julischen Alpen. Der 'Parco Naturale dei Laghi di Fusine' schafft es einfach mit einem breit gestreuten Erholungsangebot sehr unterschiedliche Publikumsschichten anzusprechen:

Der untere See (924 m) wartet mit Gastronomie auf und bietet sich für den kleinen Spaziergang an. Am oberen See (929 m), der eine variable Größe hat, finden sich gerne Camper ein, welche auf der Wiese vor dem See oder im Schatten der Bäume rund um das große Parkareal ihr Picknick halten. Und wer es sportlicher will, für den eröffnen sich ab dem Parkplatz des oberen Sees Möglichkeiten zum Wandern, Klettern und Mountainbike fahren.

Für die Wanderung zum Rifugio Zacchi sollte einfach man mit eineinviertel Stunden Gehzeit rechnen. Vom oberen See aus folgt man zunächst der Forststraße längs des meist ausgetrockneten Wildbachs Vaisonz. Nach einiger Zeit zweigt schließlich der Wanderweg 512 links von dieser Forststraße ab. Die Abzweigung wird von einer großen Holztafel markiert, auf der man 'Sentiero Rif. Zacchi' bwz. 'Strada Rif. Zacchi' lesen kann. Wir halten uns an den 'Sentiero', den Wanderweg, der uns in den Wald hineinführt. Immer im Schatten der Bäume geht es von nun an mäßig steil bergauf. Über einen kleinen Bachlauf und einen Schlussanstieg mit Serpentinen erreicht man schließlich das Rifugio Luigi Zacchi (1380 m).

Die erst 2008 wiedereröffnete Hütte erinnert neuerdings mit ihren bunten Fähnchen an Tibet. Die Hütte ist bewirtet, man kann sich hier mit Essen und Getränken stärken, es gibt aber etwas oberhalb der Hütte auch einen Picknick-Bereich mit Tischen und Bänken, an denen man sich als Selbstversorger aufhalten kann. Vom Rifugio Zacchi aus können Kletterer diverse Klettersteige im Westhang der Hohen Ponza und der Mangartgruppe ansteuern.

Die felsige Bergkulisse rund um das Rifugio Zacchi ist oft wolkenverhangen, nichtsdestotrotz immer beeindruckend und in gewisser Weise respekteinflößend. Bei unserem letzten Besuch haben meine Familie und ich sogar beobachtet, wie sich unterhalb des Mangart-Gipfels ein Schneebrett löste und als Lawine mit dumpfem Gepolter zu Tal stürzte. Wer möchte kann auf dem Rückweg die 'Strada Rif. Zacchi', nehmen, also den geschotterten Forstweg, der in weit gezogenen Schleifen wieder zum Parkplatz am oberen See führt.

Praktisches:

www.rifugiozacchi.it  (nur Italienisch)

Das Rifugio Zacchi ist geöffnet, wenn man 'Rif. Zacchi aperto' auf einer Info-Tafel unweit des Toilettenhäuschens am oberen See liest.

Öffnung in den Übergangszeiten gegebenenfalls nachfragen bei:

Gianni Matiz: +39 338 5030887

Email: info@freetrek.it