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Monte Luschari /Monte di Lussari und Bergwanderung zum Steinernen Jäger/Cima del Cacciatore (2.071m)

Der Monte Luschari ist sowohl Hausberg der Tarviser als auch Sitz eines Marienheiligtums, weswegen sich hier Bergfreunde wie Pilger gleichermaßen einfinden. Man kann mit der Gondelbahn auffahren, die Aussicht auf die Julischen Berge ist großartig, die Terrassenplätze der verschiedenen Gasthöfe sind begehrt und schließlich nehmen vom Monte Luschari aus mehrere Bergwanderungen ihren Ausgang, wie etwa die zum Steinernen Jäger.

Der Aufstieg dauert etwa 1,5 Stunden, auch sind nur 310 Höhenmeter zu meistern. Dennoch setzt die Wanderung eine gewisse Bergerfahrung und Schwindelfreiheit voraus, denn der Weg quert ein Geröllfeld und die letzten Höhenmeter vor dem Gipfel sind senkrecht am Felsen an einem Klettersteig zu erklimmen.

Dabei beginnt die Wanderung ganz kommod mit einem kurzen Abstieg, auf dem Wanderweg 617 in Richtung Sella Lussari, bis man bald schon zu einem Sattel kommt. Dort nimmt man den Wanderweg 613 nach Süden und folgt dem Wanderpfad, der zunächst kaum ansteigend an Latschen und Alpenrosen vorbei zu einem großen Geröllfeld unterhalb des Steinernen Jäger führt. Dieses quert man, bis man das Ende des Talkessels erreicht.

Hier nun beginnt der Anstieg in steilen Serpentinen, vorbei an vielen Felsbrocken, bis man unterhalb der Felswand des Steinernen Jägers steht. Diese meistert man mit Hilfe eines Metallseils, das in den Felsen gehauen ist. Oben angekommen sind es nur noch wenige Schritte bis zum schmiedeeisernen Gipfelkreuz, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf die Julischen Alpen genießt. Der Rückweg geht über denselben Weg.

Noch ein paar Informationen zum Monte Luschari und seinem Heiligtum: Mit seinen 1.790 m zählt er nicht gerade zu den höchsten Erhebungen der Julischen Alpen, ist aber aufgrund seiner kultischen Bedeutung als Wallfahrtsort ein viel aufgesuchter Ort. Der Überlieferung zufolge suchte im Jahr 1360 ein Hirte verlorene Schafe und fand sie bei einem Strauch, vor einer Statue der Gottesmutter mit Kind knieend. Das Wunder wiederholte sich noch zwei Mal, bis schließlich am Ort des Wunders eine Marienkapelle gebaut wurde.

Die heutige Kirche geht im Kern auf das 16. Jahrhundert zurück, allerdings brannte sie 1807 nach einem Blitzschlag ab und wurde 1915 während Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs beschädigt. Im Jahr 2000 wurde die Kirche mit ihren Fresken des slownischen Malers Tone Kralj (1900-1975) komplett renoviert. Weil in ihr seit Jahrhunderten Slawen gleichermaßen wie Romanen und Germanen Trost suchen, wird sie auch Drei-Völker-Kirche genannt. Sie ist, wenn man so will, eine wahre europäische Wallfahrtskirche.

Praktisches:

Telecabina Monte Lussari-Tarvisio
33010 Camporosso (UD), Italien
Tel.: 0039 - 0428 - 653915
www.promotur.org/it/16964  (nur Italienisch)

www.kaerntencard.at/bonuspartner/bonuspartner-detail/seilbahn-monte-lussariitalien-26

 

Sommer-Betriebszeiten:

15.06. bis 15.09.2013 sowie 21./22.09., 28./29.09. und 5./6.10.2013:
Montag bis Samstag: 9 - 17:15 Uhr
Sonn- und Feiertags: 8:30 bis 18:15 Uhr

Preis für die Berg- und Talfahrt:
14€, Kärnten Card: 50% Ermäßigung.
Frei für nach dem 01.01.2005 geborene Kinder

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