Deutsch

Die Villacher Alpe - der Dobratsch

Dr.in Birgit Stegbauer

....und weitere 67 Empfehlungen

Die 2.167 m hohe Villacher Alpe, im Volksmund 'Dobratsch' genannt, liegt vor der Haustür der Villacher und ist dank der Villacher Alpenstraße ganzjährig bequem zu erreichen. Im Frühling wie Sommer ist sie ein beliebtes Wanderziel, im Herbst bietet sie eine sonnenreiche Alternative zum Nebel im Tal und im Winter einen idealen Ausgangspunkt zum Schlittenfahren, Schneeschuh-Wandern, Langlaufen und Schitouren gehen.

Längs der 16,5 km langen Villacher Alpenstraße, erwarten Sie eine Reihe von Aussichtspunkten auf das Villacher Becken, die Karawanken und die Julischen Alpen. Einen Stopp wert ist die Aussichtsplattform 'Rote Wand', von der aus man direkt über der imposanten Südflanke des Dobratsch steht. Die Fahrt endet an der auf 1.732 m Höhe gelegenen Rosstratte. Kinder lieben die Rosstratte, im Winter ist hier der beste Rodelplatz weit und breit und den Rest vom Jahr lockt der große Themen-Kinderspielplatz. Für Kinder und Erwachsenen gibt einen Geologiepfad und große Relax-Liegen. Der Ausblick ist herrlich. Und dann nehmen natürlich die Gipfelwege von hier aus ihren Anfang.

Es sind in etwa 400 Höhenmeter bis zum Gipfel, die man auch mit Schneeschuhen in gut in 1,5 Stunden schaffen kann. Denken Sie immer an wärmende, möglichst windundurchlässige Kleidung, man befindet sich hier schon im Hochgebirge! Kurz vor dem Gipfel steht ein Funkturm des ORF, etwas oberhalb davon das erst letztes Jahr eingeweihte Ludwig-Walter-Haus der Villacher OeAV-Sektion. Direkt neben dem Gipfel stehen die zwei höchst gelegenen Kirchen der Ostalpen, beide aus dem späten 17. Jahrhundert, die 'Deutsche Kirche' und die 'Windische (= Slowenische) Kirche'.

Dass der Dobratsch 2002 zu einem Naturpark umgewandelt wurde, hat mit seiner einzigartigen, schützenswerten Flora und Fauna zu tun. Der Berg, die östlichste Erhebung der Gailtaler Alpen, besteht aus Kalkgestein, das im Laufe der Jahrmillionen vom Wasser erodiert wurde. Wasser versickert im karstigen Gelände des Dobratsch, weshalb man auf dem Berg selbst keine Wasserquelle findet. Trotzdem ist der Dobratsch das bedeutendste Trinkwasser-Reservoir für die Region Villach. Hinzu kommt, dass der Dobratsch in der Nähe einer tektonischen Bruchlinie liegt, aus deren Tiefen bei Warmbad warmes Thermalwasser austritt, das schon seit der Römerzeit geschätzt wird.

Auch die steil nach Süden abfallende Flanke des Dobratsch ist eine indirekte Folge der Erosionsprozesse. Wasser und Eis haben den Fels so sehr gelockert, dass dieser bei zwei großen Erdbeben nachgab. Die Beben fielen in die Zeit vor ungefähr 8.000 Jahren und in das Jahr 1348. Die damaligen, massiven Bergstürze haben ein enormes Geröllfeld voller riesiger Gesteinsbrocken entstehen lassen, von denen die Gail jahrhundertelang im unteren Gailtal aufgestaut wurde. Es ist dies die sogenannte 'Schütt', die Sie auch unbedingt erkunden sollten!

 

Praktisches:

www.naturparkdobratsch.info

Programm des Naturpark Dobratsch unter:

http://www.naturparkdobratsch.at/de/entdecken-dobratsch/winter-programm.html

 

Kostenloser Verleih von Schneeschuhen am Berggasthof Rosstrattenstüberl

www.villacher-alpenstrasse.at

 

Preise für PKW:

Mitte November bis Mitte April: Kostenlos

Mitte April bis Mitte November: Einfache Fahrt 17 EUR, Saisonkarte 48 EUR