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Warmbad Villach und Maibachl

Villach-Warmbad: Badefreuden und mehr

Unweit des Villacher Stadtzentrums, am Fuße des Dobratsch gelegen, ist Warmbad, ein Badeort mit langer Tradition, deren jüngster Sproß die 2012 neu eröffnete KärntenTherme ist. Die heilende Wirkung der Warmbader Quellen dürften zumindest schon die Kelten geschätzt haben, auch aus der römisch-antiken Zeit gibt es Funde. Zusätzlich hat Warmbad einen kleinen Kurpark (mit feiner Konditorei) zu bieten und ausgedehnte, zusammenhängende Mischwaldflächen laden zum Spazieren, Walken und Joggen ein  - sowie temporär auch zum Baden.

Nach besonders heftigen Regenfällen fließt das Maibachl wieder, wie auch während der Schneeschmelze. Dann tritt ca. 28 Grad warmes Wasser aus der periodischen Hungerbach-Quelle und füllt zwei etwas tiefer gelegene Pools mit Wasser. Wer entspannt im Wasser liegen möchte, kommt am Vormittag; Kinder füllen die Wasserbecken am Nachmittag mit Leben und Romantiker suchen das Maibachl bei Kerzenlicht auf. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie derzeit in der Nähe der Privatklinik Menschen mit Badesachen in den Warmbader Wald gehen sehen!

Gewöhnungsbedürftig für Nicht-Locals ist vermutlich die natürliche Umkleide, der Wald: Der Boden ist erdig und kiesig, das Handtuch sollte möglichst groß gewählt sein, die Kleidung legt man über Zweige oder auf dem Boden ab und man muss ohne Spiegel oder Haartrockner auskommen. Profis erkennt man an den mitgebrachten kleinen Fußmatten und Campingstühlen. Wichtig ist mir darauf hinzuweisen, dass das Maibachl kein Paradies für Nudisten ist, Badekleidung ist hier Pflicht! Und dann nichts wie rein in die kiesigen, gut 1 m tiefen Wasserbecken mit dem herrlich klaren Wasser!

Allen denkbaren Komfort hingegen bietet das ganzjährig geöffnete Thermalheilbad des Warmbader Kurzentrums. Das knapp 30? warme Wasser sprudelt hier direkt von der Quelle durch den Kieselsteinboden ins Schwimmbecken, man sieht und spürt die feinen Bläschen vom Kiesboden aufsteigen. Was von außen nicht erahnt werden kann - die Architektur des Thermalbades ist ein architektonisches Schmuckstück der 50er Jahre mit Marmorintarsien des surrealistischen Malers Franz Rogler an der Südwand. Dieses Bad ist eine Oase der Ruhe - mit Kindern besucht man besser die neue KärntenTherme.

Doch um auf den Warmbader Wald zurückzukommen: Nicht nur die Hungerbachquelle des Maibachls sprudelt zur Zeit. Wer von Warmbad aus in Richtung Oberfederaun spaziert, hört irgendwann ein immer lauter werdendes Getöse, das von einem gut 20 m hohen Wasserfall stammt, der von der weiter oben gelegenen, ebenfalls periodischen Studenca-Quelle gespeist wird. Wie schon beim Maibachl tritt hier Sickerwasser vom Dobratsch an die Oberfläche.

Ein Spaziergang in Richtung Oberfederaun bietet noch zwei archäologische Highlights: Zum einen passiert man in der Nähe der Napoleonswiese eine Reihe von keltischen Hügelgräbern. Zum anderen folgt der Wegverlauf einer römisch-antiken Straße, deren Fahrrinnen gut sichtbar in den Felsen eingearbeitet wurden - wie oft hat man schon ein solches Erlebnis?

 

Praktisches:

Thermalheilbäder im Kurzentrum Warmbad:

Siehe 'VIBE private Therapie' unter:

www.warmbad.at

http://kaerntentherme.com/kt-de/

Geöffnet:

Fun Bereich täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr (Badeschluss 21:45 Uhr)

Sauna Bereich täglich von 10:00 bis 21:30 Uhr

Beauty & Massagen: 10:00 bis 19:00 Uhr (Mittwoch und Donnerstag bis 20:00 Uhr geöffnet)