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Juden feiern Pessach, um Gott die Ehre zu erweisen

Feiertag. Pessach, oder Passah.

Wann? Pessach wird jährlich am 15. Tag des hebräischen Monats Nisan gefeiert. Das Fest dauert sieben Tage in Israel und acht Tage in anderen Ländern, wo er von der jüdischen Diaspora gefeiert wird. Im Jahre 2017 ist das 11.-17. (18). April.

Wo? Israel.

Bedeutung. Es ist der wichtigste jüdische Feiertag. Pessach erinnert an den Exodus der Juden aus Ägypten und die Befreiung des jüdischen Volkes von der ägyptischen Sklaverei unter der Führung von Moses. Pessach bedeutet Beginn eines neuen Lebens für die Juden und eine neue Gersteernte, das erste Getreide, das in Israel im Frühjahr reift.

Art der Feier. Es gibt eine sehr alte Tradition, vor Pessah das Haus zu putzen und alle Hefebrote, die zuhause gefunden wurden, wegzuwerfen. Dieses Brot soll man im Feuer verbrennen. Das Ritual symbolisiert die Befreiung von der Sklaverei in Ägypten, das Loswerden des Alten. Während Pessach essen Menschen kein Brot außer Matzen, ein ungesäuertes Fladenbrot aus Mehl und Wasser, ein Symbol von Pessach.

Am ersten Abend des Festes sammeln sich jüdische Familien zusammen für ein besonderes Abendessen, genannt „Seder“ (Ordnung).

„Sederabend bedeutet für uns zwei Dinge: ein festliches Essen und die Haggada, die Geschichte des Exodus aus Ägypten“, erzählt Jacob Silberman (38), Ingenieur aus Haifa. „Das Hauptgericht ist „Keara“, eine Platte mit sechs symbolischen Speisen: Maror (bittere Kräuter, die eine Bitterkeit der Sklaverei in Ägypten andeuten), Ei, Meerrettich, Hühnerflügel (zu Ehren des Opferlamms) , Charoset (eine süße Paste aus Früchten und Nüssen) und Karpas. Jede Speise hat ihre eigene Bedeutung. Während des Seder sollte jeder vier Gläser Wein austrinken, die mit verschiedenen Teilen der Pessach-Geschichte verbunden sind. Kinder trinken Traubensaft. Wir feiern Pessach, um Gott die Ehre zu erweisen".

Jacob lebt in Klagenfurt seit acht Monaten. “Leider gibt es keine jüdische Gemeinde in Kärnten oder ich habe von ihr noch nichts gehört. Wir sind keine orthodoxen Juden, feiern aber Pessach seit unserer Kindheit. Meine Frau und unsere zwei Söhne helfen mir immer bei der Vorbereitung. Ich habe bereits Matzen gekauft. Kleine silberne Weinkelche haben wir aus Israel mitgebracht. Wir freuen uns sehr auf das kommende Pessach”.

Text: Vita Vitrenko, Fotos sind zur Verfügung gestellt von Jacob Silberman.

 

 

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