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Der Villacher Kirchtag, Österreichs größtes Brauchtumfest

Fest. Villacher Kirchtag.

Wann? Jeden ersten Samstag im August und die Woche davor. In 2017 dauern die Feierlichkeiten vom 30. Juli bis zum 6. August.

Wo? Villach, Österreich.

Bedeutung und Geschichte. Dieses Fest wird seit dem 1. August 1936 alljährlich in Villach in Kärnten gefeiert. In 1225 hat Kaiser Friedrich der Stadt Villach das Recht gegeben, einen Jahrmarkt 14 Tage vor und 14 Tage nach dem Jakobitag (am 25. Juli) durchzuführen. Ab dem Jahr 1940 wurde wegen des Krieges nicht mehr gefeiert. 1948 hat man beschlossen, die Tradition wieder ins Leben zu rufen, und der fünfte Kirchtag wurde zur ersten Großveranstaltung. Der Verein “Villacher Kirchtag” führt dieses Fest seit 1966 jeweils am ersten Samstag im August durch. Seit dem Jahr wurde dem Fest auch noch eine Brauchtumswoche zugeordnet.

Art der Feier. Heute besteht der Villacher Kirchtag aus über 130 Einzelveranstaltungen. Der Höhepunkt dieses Festes ist der Kirchtagssamstag mit dem traditionellen Brauchtumsumzug. Mehr als 400.000 Besucher haben Spaß in der geschmückten Villacher Altstadt. Am Hauptplatz kann man die besten Volksmusikgruppen Österreichs auf fünf Bühnen hören und feinste Kirchtagsschmankerl genießen.

Junge Leute freuen sich über den modernen Vergnügungpark, der verschiedene Attraktionen anbietet (jedes Jahr gibt es etwas neues!). Gäste aus ganz Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien kommen nach Villach, um den bunten Trachtenfestzug mit mehr als 3.500 Teilnehmern zu sehen und die festliche Stimmung zu genießen. Es ist ein Fest für jedes Alter und für jeden Geschmack.

Familientraditionen. „Meine Eltern kommen aus Slowenien, ich wurde in Villach geboren“, erzählt Laura H. (16), Studentin. „Jeden Sommer warten meine Schwester und ich ungeduldig auf den Kirchtag. Wir haben sehr schöne Trachten und kaufen jedes Jahr etwas dazu: neue Taschen, Halstücher oder Schuhe. Für mich persönlich bedeutet der Kirchtag sehr viel Freude, den bunten Hauptplatz, die Brett-Jause, Volkstänze aus verschiedenen Ländern Europas und die unglaublichen Attraktionen. Die Attraktionen mag ich sehr, obwohl sie durchaus eine Mutprobe für mich sind. Es gibt allerdings auch etwas, was man aus meiner Sicht verbessern könnte: die öffentlichen Plätze sind zu voll, manchmal kann sich man vor lauter Menschenmenge gar nicht mehr amüsieren. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Warteschlangen vor Toiletten kürzer werden“.

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