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Advent, Advent Ein Lichtlein brennt

Der Dezember ist in vielen Ländern ein magischer Monat. Es ist die Zeit der Lichter, Wunder, Überraschungen und Hoffnungen. Im Dezember werden in Österreich die Kerzen am Adventkranz angezündet.

Es gibt vier aufeinanderfolgende Adventsonntage: jeder vor dem Weihnachtsfest am 24. Dezember. Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens und der Vorbereitung auf die Geburt von Jesus.

"Diese Rituale werden von Generation zu Generation weitergegeben", sagt Elza Ratz, eine Lehrerin aus Villach. "Wir haben viele Bücher zu Hause, die erzählen, wie man in der Adventzeit feiern kann. Die drei wichtigsten Dinge dabei sind der Adventskranz, der Adventskalender und die besonderen Lieder".

Der Adventskranz ist ein Kranz aus Tannenzweigen oder ein Gesteck mit vier Kerzen. Elsa erklärt: "Am ersten Advent entzünden wir, sobald es draußen finster wird, die erste Kerze. Im Kerzenschein singen wir ein Adventslied und erzählen eine Geschichte. Am zweiten Adventsonntag werden die erste und die zweite Kerze angezündet. Bis am vierten Adventsonntag dann alle vier Kerzen brennen".

Manche Menschen gehen jeden Advent zur Kirche und halten dann zuhause ein Bibellesen. Die Adventszeit ist traditionell auch Zeit der Buße und des Fastens.

Für Kinder allerdings ist es vor allem Zeit der Magie und der Geschenke. Am 1. Dezember bekommen die meisten Kinder einen Adventskalender. Sie dürfen bis Weihnachten jeden Tag ein Türchen öffnen. "Für meine Tochter Olivia mache ich den Adventskalender selbst ", sagt Elza. "Die Kinder schreiben einen Wunschbrief an das Christkind. Und wir backen Kekse zusammen. Ich bin mit diesen Bräuchen aufgewachsen und möchte sie nun auch unserer Tochter Olivia weitergeben! Wir genießen das bewusste Innehalten und Zusammensein in der Vorweihnachtszeit besonders. Es ist für mich eine Zeit der Besinnung und Meditation".

FOTOS

1. Olivia Ratz hat einen Adventskranz zusammen mit ihrer Mutter gebastelt.
2. Das Weihnachten und das Warten darauf ist die schönste Zeit für die Familie Ratz.

Text und Fotos: Vita Vitrenko

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