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Tag der Bastille in Frankreich: Nationalfeiertag mit Militärparade und Feuerwehr-Ball

Fest. Tag der Bastille, der französische Nationalfeiertag.

Wann? Am 14. Juli.

Wo? Frankreich.

Bedeutung und Geschichte. Dieses Fest erinnert an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, am dritten Tag der französischen Revolution. Ein Jahr später fand ein weiteres wichtiges Ereignis statt: das Föderationsfest (Fête de la Fédération), eine Feier der Einheit der französischen Nation, die auch während der gewaltsamen Revolution Frieden symbolisieren sollte.

Art der Feier. Für Franzosen ist das der wichtigste Feiertag, der landesweit gefeiert wird. Die älteste und größte regelmäßige Militärparade in Europa beginnt am Morgen des 14. Juli auf den Champs-Élysées in Paris. Soldaten marschieren vor dem Präsidenten der Republik sowie anderen hohen Beamten und zahlreichen ausländischen Gästen.

„Es ist einfach wunderbar, die Patrouille de France mit neun Alpha Jets zu beobachten! Die Flugzeuge kreiseln im Himmel und hinterlassen blaue, weiße und rote Rauchspuren, nach den Farben unserer Nationalflagge“, sagt Elodie Treton (33), Biologin aus Frankreich. „An diesem Tag schauen die Menschen nicht nur auf die Parade, sondern auch auf viele schöne Feuerwerke, die in jeder Stadt stattfinden. Das beste Feuerwerk kann man über dem Eiffelturm genießen. Sehr schön und amüsant sind Feuerwehr-Partys (auch “Feuerwehrbälle” genannt), wo man tanzen, trinken und Spaß haben kann“.

Familientraditionen. Elodie Treton wurde in Châteauroux, Frankreich geboren und hatte in vielen Orten gelebt, bevor sie mit ihrem Mann nach Villach zog. „Früher, als wir in Frankreich lebten, haben wir den Tag der Bastille immer gefeiert. Jetzt sehe ich die Parade und das Feuerwerk in Paris im französischen Fernsehen“.

Elodie und ihr Mann (er ist aus Limoges, Frankreich und arbeitet bei einer französischen Firma in Villach) fühlen sich in Österreich wohl. „Kärnten ist sehr malerisch und die österreichischen Traditionen sind wirklich schön. Wir leben aber so weit von unseren Familien! Wir brauchen zwei Tage, um unsere Heimatstadt im Westen von Frankreich mit dem Auto zu erreichen. Wenn ich meine Heimat vermisse, koche ich französisches Essen. Im Januar mache ich „Galette des rois“ (Königskuchen) mit Mandelcreme, im Februar koche ich „Crêpes“ (eine Sorte von Pfannkuchen, aber sagen Sie bitte niemals einem Franzosen, dass Crêpes Pfannkuchen sind!), im März essen wir Schokolade, im April koche ich Lamm zu Ostern und im Juli grillen wir zum Tag der Bastille“.

Text: Vita Vitrenko, Fotos: Elodie Treton, www.parisperfect.com 

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