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Russische Schule feiert den Kindertag

Feirtag. Der internationale Kindertag.

Wann? Am 1. Juni.

Wo? Russland und 46 andere Länder.

Bedeutung und Geschichte. Der Zweck dieses Festes besteht darin, auf Bedürfnisse der Kinder sowie auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Er wurde am 22. November 1949 auf der Ratstagung der Internationalen Demokratischen Frauenföderation ins Leben gerufen und wird seit 1950 am 1. Juni gefeiert. Das Datum ist nicht weltweit einheitlich: die Vereinten Nationen begehen den “Weltkindertag” am 20. November, der Kindertag in Östrerreich fällt auf den 20. September.

Art der Feier. An diesem Tag finden in Russland diverse Kinderfeste und -veranstaltungen statt. Die Öffentlichkeit soll aufmerksamer auf die Probleme der Kinder werden. Des Weiteren sollen Menschen dazu animiert werden, mehr für kranke und obdachlose Kinder zu spenden.

Kinder bekommen mehr Aufmerksamkeit in ihren Familien: es gibt Geschenke, Zoo- oder sonstige Ausflüge, oder man geht einfach zusammen ins ein schönes Café. Viele Geschäfte und insbesondere große Einkaufszentren bieten viele Veranstaltungen für Kinder an.

Familientraditionen. Swetlana Lepuschitz zog 2004 nach Villach. Jetzt arbeitet sie als Lehrerin und Koordinatorin der russischen Sprachschule, die 2008 vom russischen Kulturverein „Carinthia“ gegründet wurde. Eltern, die ihren Kindern Russisch beibringen lassen möchen, können sich bei der Sprachschule melden. Der Unterricht findet in Form eines Spiels statt und ist für Kinder zwischen 2 und 18 geeignet. Weitere Informationen finden Sie hier: www.russcarinthia.at 

In der Regel wird der Internationale Kindertag in der letzten Unterrichtsstunde des Schuljahres gefeiert. Die Eltern sind auch herzlich eingeladen. Jedes Mal wählt Swetlana einen neuen historischen oder einfach nur interessanten Ort für diese Veranstaltung aus. Auf diese Weise bekommen Kinder die Möglichkeit, etwas Neues über die Welt zu erfahren.

Die Lehrerin erteilt den Schülern ihre Zeugnisse sowie kleine Geschenke. Dieses Jahr bekommen Kinder und ihre Eltern eine neue Vorstellung zu sehen, die von Mitgliedern der zwei anderen russischen Vereine aus Spanien und Kärnten organisiert wird.

"Was sind die Gefahren, vor denen wir unsere Kinder schützen sollen? Aggression, Krankheiten, Ungerechtigkeit, Abhängigkeiten, Lügen. Aber aus meiner Sicht besteht die schlimmste Gefahr darin, dass Kinder nicht genug Liebe bekommen. Daher halte ich es für wichtiger, dem Kind "Ich liebe dich" öfters mal zu sagen und mehr Zeit mit ihm zu verbringen, als einfach nur noch ein weiteres Spielzeug zu kaufen“, sagt Swetlana.

Text und Fotos: Vita Vitrenko

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