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Oktober. Der österreichische Nationalfeiertag: 62 Jahre Freiheit

Wann? Am 26. Oktober.

Wo? Österreich.

Bedeutung. Der 26. Oktober 1955 war der Tag, an dem das Gesetz zur österreichischen Neutralität verabschiedet wurde. An diesem Tag wurde Österreich nach zehnjähriger Besatzungszeit frei. Die Menschen konnten wieder in Frieden leben. Seither braucht niemand Angst vor Verfolgung zu haben.

Bis 1964 wurde dieser wichtige Tag „Tag der Fahne“ genannt. Im Jahre 1965 wurde im Parlament beschlossen, den 26. Oktober als den Nationalfeiertag zu feiern.

Art der Feier. Äußere Zeichen des österreichischen Nationalfeiertags sind die Leistungsschau des Bundesheeres, verbunden mit Angelobungen, die Ansprache des Bundespräsidenten, verschiedene Ausflüge, Gespräche und Familientreffen.

In Villach gibt es einen Jugendempfang beim Bürgermeister mit aufklärenden Worten zum Nationalfeiertag. Allen wird noch einmal bewusst gemacht, dass Österreich frei und ungeteilt ist und selbst über alles bestimmen kann.

Nationalfeiertag in der Volksschule. „Jugendliche sollen die Geschichte ihrer österreichischen Heimat kennen“, sagt Mag. Gerlinde Kranner, die Direktorin der Volkschule 1 in Villach. Seit zwölf Jahren leitet sie die Schule, in dieser Zeit begründete sie mehrere eigene Traditionen, wie zum Beispiel:

Jeden Freitag wird in der Früh von 7.45 bis 8.00 Uhr im Turnsaal mit allen Kindern gemeinsam ein Lied gesungen. „Anlässlich des 26.Oktober werde ich als Schulleiterin ein paar aufklärende Worte zum Nationalfeiertag an die Kinder und Kollegen richten, auf unsere Fahne vor dem Schultor hinweisen und über die Werte der Demokratie und Freiheit in unserem Land im Anschluss an das gemeinsame Singen richten“.

Frau Kranner erzählt, dass in ihrer Schule Kinder aus 37 Nationen unterrichtet werden. „Für mich ist das Wissen über die Kulturen, das regelmäßige Gespräch, das höfliche Miteinander besonders wichtig. Wesentlich erscheint mir auch, dass die Kultur unseres Landes bewusst gelebt wird, unsere Feste und Feiern nach außen getragen werden, damit das Wissen voneinander kein Einseitiges ist. Damit die Kinder die Wurzeln zu ihrem Herkunftsland nicht verlieren, sollten sie die bedeutendsten Märchen und Mythen ihres eigenen Landes kennen, Geschichten, Gedichte, Lieder, typische Feste und Bräuche feiern, erzählen und singen. Wir versuchen dies zu fördern“.

Bei Frau Kranner zuhause gibt es an diesem Tag immer ein Familientreffen, wobei natürlich das Festtagsessen nicht fehlen darf. Am Tisch werden verschiedene Diskussionen geführt, das beherrschende Thema in diesem Jahr wird wohl die Situation mit den Flüchtlingen sein.

Text und Foto: Vita Vitrenko

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