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Schoolopening

by Elke Galvin

September 13th:

If you have schoolchildren and have recently moved to Carinthia, your family will have had its very first experiences with Carinthian schools and the Austrian school system today. No doubt you will already have asked around and collected information. But there are some things that you probably will not have been informed about in all bluntness, so let me draw your attention to them!

You will, of course, have realized by today that in Austria, school means getting out of bed VERY early. Contrary to schools in other countries, your child needs to be in class at eight sharp - if you´re lucky. If not, it might even start earlier and there´s nothing you can do about it! If your child is not a natural early riser, you had better be quick to develop a method of waking him from the dephts of REM sleep to step out into complete foggy darkness.

Speaking of foggy darkness - if you´re living in or around Klagenfurt chances are you and your child will experience a LOT of fog in autumn! Reflective materials on your child´s schoolbag, clothes and shoes make a huge difference to visibility in foggy weather, so please make sure your child wears something reflective on his/her way to and from school.

School does not only start very early, it also tends to end ridiculously early. It is supposed to regularly end around noon, which is bad enough for working mothers, but often - OFTEN- your child will have days off or short days. A teacher might be ill, another one broadening his/her professional horizon somewhere (other than class), local saints (Josefitag in march) or historical events (10th or 26th October)  might be celebrated, festivities visited (after which it will not be possible to return to school and continue class), or ' my favourite ' you will be told it´s headmaster´s day (which should really be named headmaster´s day off!). Your child will have a lot of free time! So unless you are staying at home, you will need to find some form of reliable day care for him/her, which is not easy as there is more demand than there are places.

There are several tried and tested options: BÜM Kärnten (www.buem.at) offers afternoon day care (called "Hort") in various places throughout Kärnten. Give them a ring, and they will tell you if and how they organize it at your school - if there is no Hort, sometimes your child can be picked up and brought to one in the vicinity. Another option is a 'day mother' ("Tagesmutter") from an organization called AVS. She is a trained child carer and will mind your child (and up to five others) in her home after  school. You can download a list of day mothers, "Tagesmütter" at www.avs-sozial.at .

If emergency day care or very late or unusual times of care are required, you can contact the Hilfswerk Austria for a "mobile Tagesmutter" who will come and mind your child at your home  - but this costs a lot! The Hilfswerk has a useful place in Klagenfurt you should know about. It is called "Kinderwerkstatt", for children aged 2 to 10. You can just drop by and leave your child there for a few hours, no prior announcement necessary. Contact "Hilfswerk" at kaernten.hilfswerk.at.  Au-pairs are fairly expensive in Carinthia  - their mandatory wages are higher here than in other areas of Austria, but if you do want to go for it, www.aupairaustria.at is a reliable agency.

One last thing I would like to mention about the school system here: In most countries there is primary education, then secondary, then some form of advanced education. If you go on, you go on. If you drop out, you drop out. In Austria we have a big selective split when your child is ten years old. After four classes of primary school your child´s grades will determine a) whether his/her further education can be continued at grammar school, finished with the A-level equivalent (Matura) at age 18, and university access after that - or b) whether he/she will continue with general secondary school "Hauptschule" and vocational training when he/he is around 15.

It is possible to switch from one school form to the other, but children often find it hard to later continue their education up to university level once they have been denied access to Grammar school at age ten. You might want to be aware that the selective process in Austrian schools starts as early as that. 

Good luck to you and your school child!

Schulanfang

von Elke Galvin

13. September:

Wenn Sie mit Schulkindern vor kurzem nach Kärnten gezogen sind, haben Sie vermutlich heute die ersten Erfahrungen mit Kärntner Schulen und dem österreichischen Schulsystem gemacht. Sie haben sicher bereits Informationen dazu eingeholt. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit jetzt auf einige Aspekte lenken, die Ihnen vielleicht noch nicht so bewusst sind:

Natürlich ist Ihnen spätestens heute morgen aufgefallen, dass der Schultag in Österreich sehr früh beginnt, früher als in anderen Ländern. Wenn Sie Glück haben, geht der Unterricht Punkt acht Uhr los. Wenn nicht, dann startet er sogar noch früher! Wenn Ihr Kind also nicht gern früh aufsteht, ist es höchste Zeit, eine effektive Weckmethode zu finden, um es dann in die neblige Dunkelheit hinaus auf den Schulweg zu schicken!  

Stichwort neblige Dunkelheit: Wenn Sie in oder in der Umgebung von Klagenfurt wohnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie und Ihr Kind gerade jetzt im Herbst mit sehr viel nebliger Dunkelheit konfrontiert sein werden. Reflektierende Materialien auf Schultasche, Kleidung und Schuhen verbessern die Sichtbarkeit Ihres Kindes bei Nebel sehr stark. Bitte achten Sie darauf, dass das Kind auf dem Schulweg immer etwas Reflektierendes anhat.

Die Schule beginnt nicht nur sehr früh, sie hört auch furchtbar früh auf. Regulär ungefähr gegen Mittag, was das Leben für berufstätige Mütter schon schwer genug macht. Aber oft, sehr oft, endet der Unterricht irregulär noch früher oder entfällt ganz. Ein Lehrer erkrankt oder ist auf Fortbildung, Landes- oder Lokalpatrone werden gefeiert, historische Ereignisse, Feste besucht, Exkursionen gemacht (nach denen unmöglich wieder in die Schule zurückgekehrt und gelernt werden kann!). Oder es wird mit der Begründung frei gegeben, dass "Direktorstag" ist (eigentlich sollte es "Direktors freier Tag" heißen!). Ihr Kind wird also viel Freizeit haben. Wenn Sie nicht zu Hause sind, werden Sie verlässliche Nachmittagsbetreuung brauchen, was in Kärnten nicht einfach ist, da es mehr Nachfrage als Plätze gibt.

Bewährte Möglichkeiten: BÜM Kärnten (www.buem.at) bietet Nachmittagsbetreuung im Hort in verschiedenen Schulen Kärntens an. Einfach anrufen und fragen, wie es bei Ihnen an der Schule gehandhabt wird - wenn es an der Schule selber keinen Hort gibt, kann Ihr Kind vielleicht zu einem anderen Hort gebracht werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Tagesmutter. Sie ist Angestellte der Organisation AVS und ausgebildete Kinderbetreuerin, die Ihr Kind (und bis zu fünf weitere) bei ihr zu Hause betreut. Eine Liste der Tagesmütter in Kärnten kann man bei www.avs-sozial.at downloaden.

Wenn alle Stricke reißen oder man zu ungewöhnlichen Zeiten oder unter schwierigen Umständen Betreuung braucht, kann man das Hilfswerk Austria kontaktieren und eine "mobile Tagesmutter" anfordern. Sie kommt zum Kind nach Hause - aber diese Art der Kinderbetreuung ist kostspielig! Das Hilfswerk betreibt in Klagenfurt die sogenannte "Kinderwerkstatt" für Kinder von 2 bis 10. Man kann, wenn nötig, einfach dort vorbeikommen und sein Kind für einige Stunden dort lassen - ohne Voranmeldung. Kontaktieren kann man das Hilfswerk über kaernten.hilfswerk.at. Au-pairs sind in Kärnten relativ teuer, Familien in Kärnten zahlen für sie etwas mehr Fixum als in weiten Teilen Österreichs. Eine verlässliche Agentur ist www.aupairaustria.at.

Noch eine Sache: In den meisten Ländern gibt es Grundschule und weiterführende Schule - und wenn man weitermacht, kommt man weiter, bis man irgendwann die Universitätsreife hat. In Österreich wird - so früh wie sonst nirgends - im Altern von zehn Jahren selektiert. Nach vier Jahren Volksschule wird anhand der Schulnoten festgestellt, ob das Kind a) auf ein Gymnasium gehen kann, das mit der Reifeprüfung (Matura) endet, die gleichzeitig die Universitätszulassung ist. Oder ob es b) in die Hauptschule geht und anschließend eine praktische Berufsausbildung (Lehre) macht. Es ist zwar möglich, bereitet aber Kindern oft erhebliche Schwierigkeiten, nach Abschluss der Hauptschule auf eine weiterführende Schule zu wechseln. Der Selektionsprozess beginnt in Österreich früh, dessen sollte man sich bewusst sein.

Jedenfalls einen guten Start in das neue Schuljahr für Sie und Ihr Kind!