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Kärntner Zeitgeschichte

Kärnten - ein Sonderfall der österreichischen Zeitgeschichte (1918-2008)

Von Dr. Hellwig Valentin 

Aus dem Buch "Der Sonderfall. Kärntner Zeitgeschichte 1918-2004/08", das 2009 in 2. Auflage in Klagenfurt/Laibach-Ljubljana/Wien (Hermagoras-Verlag)

Überblickt man die Kärntner Zeitgeschichte ab 1918, so lassen sich zahlreiche Vorgänge feststellen, die es in anderen Bundesländern nicht gab oder die dort in weniger ausgeprägter Form stattfanden. So gesehen erscheint die Kärntner Zeitgeschichte insgesamt als "Sonderfall" der österreichischen Zeitgeschichte. Freilich geschah in Kärnten vieles, was sich auch anderswo ereignete. Aber die Art und Weise, wie in Kärnten mit bestimmten Begebenheiten umgegangen wurde (und zum Teil noch wird), erscheint mitunter "sonderbar". Manches davon lässt sich aus der Geschichte des Landes erklären, die im 20. Jahrhundert auf vielfache Weise ein Spiegelbild der europäischen Geschichte im regionalen Maßstab gewesen ist. Andererseits wurde in Kärnten über Jahrzehnte versucht, mit historischen Vorgängen aktuelle Tagespolitik zu machen und so den Lauf der Dinge zu beeinflussen. Dies gilt im besonderen für die Volksgruppenfrage, dem durchgängigen Thema der Kärntner Zeitgeschichte.

1. Ein weiterlebender Konflikt
 
2. Außergewöhnliche Kräfteverteilung
 
3. Die "deutsche" Sozialdemokratie
 
4. Kontinuität der politischen Lager
 
5. Der erste NS-Gau
 
6. Eigenartiger Machtwechsel
 
7. Zuspitzungen in der Volksgruppenfrage
 
8. Ein ungewöhnliches Attentat
 
9. Vorzeitige Abschiede
 
10. Erstmals Rot-Blau
 
11. Dauerthema Ortstafeln
 
12. Politik mit Vorurteilen