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Georgien feiert den 100. Jahrestag der Unabhängigkeit


Fest.
Nationalfeiertag, der Tag der Unabhängigkeit.
Wann? Am 26. Mai
Wo? Georgien.

Bedeutung und Geschichte. Dieses Jahr feiert Georgien stolz den 100. Jahrestag seiner nationalen Unabhängigkeit. An diesem Tag im Jahre 1918 bekam das Land seine Unabhängigkeit vom Russischen Reich. Später, im Jahre 1922, wurde Georgien von Sowietrussland besetzt und ist später ein Teil der UdSSR geworden. Das Land gewann seine Souveränität wieder nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991.

Art der Feier. Der 26. Mai ist ein sehr wichtiger Feiertag für die Georgier, die ihr Land “Sakartvelo” nennen. Öffentliche Feier finden in der georgischen Hauptstadt Tiflis und in 12 anderen Städten des Landes statt. Alle Bürger und Gäste des Landes sind eingeladen, verschiedene Veranstaltungen zu besuchen: Paraden, Konzerte, feierliche Prozessionen. Alle Ministerien und Regierungsbehörden präsentieren sich auf kleinen Ständen in der Rustaveli Straße, der Hautpstraße von Tiflis.

Familientraditionen. Elmira Dzhangirova, PR-Manager, wurde in einem kleinen Dorf in einem Grenzgebiet Georgiens geboren. Seit vielen Jahren lebt sie nicht mehr in ihrem Heimatland. In der letzten Zeit ist sie viel in Europa unterwegs. Am Tag der Unabhängigkeit tut sie aber ihr Bestes, um in Georgien zu sein.

„Sakartvelo ist sehr malerisch, und ihre Bewohner sind unglaublich gastfreundlich“, sagt Elmira. „Es ist schwer, Leute zu finden, die die Freiheit mehr als die Georgier lieben. Deshalb ist der Tag der Unabhängigkeit ein großer Feiertag für alle von ihnen. Während des Festes kann man viele Menschen mit georgischen Fahnen sehen, und sie schauen wirklich glücklich aus. Einige Menschen singen Volkslieder, andere tanzen. An diesem Tag kann man verschiedene Souvenire und Symbole von Georgien auf den Straßen kaufen, nationale Spezialitäten wie Khachapuri (flaches Brot mit Käsefüllung) verkosten sowie den leckeren georgischen Wein probieren." Nicht immer kann Elmira an den Festlichkeiten teilnehmen aber " egal wo ich bin, erinnere ich mich sehr gerne an meine georgischen Wurzeln“.


Text: Vita Vitrenko, Fotos: Elmira Dzhangirova, agenda/