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Vincent Chi Zhang

Infineon Technologies Austria AG, Villach

Um heimisch zu werden braucht man ‚bubbles’, (Seifen-) Blasen. Wenn man neu ankommt ist die erste Blase das Arbeitsumfeld, Arbeitskollegen, Arbeitsbekanntschaften. Danach kommt die Blase mit Leuten, die dieselbe Nationalität oder dieselbe kulturelle Herkunft haben. Als meine Familie und ich 2005 nach Villach zogen war unsere Blase sehr klein. Die damals noch wenigen Menschen mit derselben kulturellen Herkunft zu treffen war eine reine Zufallssache. Wir brauchten dafür ein Jahr. Es gab keine Plattform, welche Menschen zusammenbringt oder Informationen und Dienstleistungen anbietet.

Seither hat sich vieles geändert. Infineon und die FH Villach erwiesen sich als Magnete, die mehr Chinesen nach Villach zogen. Die Gründung des CIC im Jahr 2009  gab weitere Impulse für unsere chinesischen Communities. In der Folge richteten wir 2010 eine Chinesische Sonntagsschule ein. Der CIC half uns Räume von der ISC (International School Carinthia) zu nutzen und bewirbt die Schule bei allen Neuzuziehenden. Unsere chinesischen Communities sind jetzt wirklich gut vernetzt.

Und schließlich bilden die „Vereine“ (Klubs) eine sehr wichtige Blase für das Kennenlernen der Einheimischen. Ich habe einige Hobbies, aber mein liebstes ist Badminton. Ich spiele Badminton in einem Verein und trainiere auch Nachwuchsgruppen. Im Verein kann man Leute mit demselben Hobby finden und lernt dabei auch die Sprache. Das hilft sehr bei der Integration.

Kultur, Hobby und Familie können sehr tragfähige Blasen bilden. Je mehr die Größe der Blase oder die Anzahl der Blasen anwächst, desto heimischer fühlt man sich.

Autorin: Dr.in Birgit Stegbauer

LINK - Chinesische Sonntagsschule

LINK - Der lange Weg zum Kärntner Badmintonmeister Titel

LINK - GESICHTER DES CIC